Fördergruppe

Seit 2000 bilden wir auch Kinder mit Behinderung oder Defiziten zu Schwimmern aus.

Wir legen großen Wert darauf, dass sie integrativ in unseren Gruppen betreut werden. Unser Ziel war und ist es, allen Kindern und Jugendlichen mit Behinderung oder Defizit das 'richtige' Schwimmen beizubringen.

In der Regel möchten Eltern, dass ihre Kinder und Hernwachsenden genauso behandelt werden, wie alle anderen auch. Daher arbeiten wir nicht in therapeutischer Weise, das erleben sie ja bereits die ganze Zeit, sondern wollen sie mit liebevoller Strenge und Regelverhalten dort hinbekommen, wo andere Kinder auch sind.

Am Anfang stand ein Kind mit Down Syndrom bei uns in der Wassergewöhnung. Er war zu diesem Zeitpunkt 6 Jahre alt und konnte gerade so im flachsten Bereich stehen. Den Eltern war es wichtig, dass er ganz "normal" behandelt wurde, ohne Extra-Würste. Es war ein langer Weg, da wir hier nicht einfach nach dem Standardprogramm verfahren konnten. Manchmal kamen wir nur in ganz kleinen Schritten voran, dann wuchsen alle über sich heraus, damit wir dann wieder auf dem Boden der Tatsachen landen mussten.

Aber am Ende schaffte er sein Seepferdchen, sogar mit einer richtigen Schwimmtechnik. Heute betreuen wir eine kleine Anzahl an Down-Syndrom-Kindern, aber auch Kinder und Jugendliche mit Herzfehlern, frühkindlichem Autismus, Entwicklungsverzögerung oder -störung, Wahrnehmungsproblemen oder auch Kinderdiabetis.

All unsere Kinder und Jugendliche versuchen wir integrativ in den regulären Gruppen trainieren zu lassen. Manchmal ist es aber nicht immer möglich. Daher bieten wir diesen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, auf einer eigens für sie eingerichteten Bahn nach ihrem Fähigkeiten und Möglichkeiten zu trainieren. Links und rechts von ihnen wird aber regulär trainiert, somit lernen Kinder und Jugendliche von Anfang an, dass trainieren mit Kinder und Jugendlichen mit Behinderung oder Defizit etwas ganz Normales ist.

Sehen wir, dass diese Kinder und Jugendliche in ihren Fördergruppen unterfordert sind, motivieren wir sie, sich in den regulären Gruppen zu etablieren und dort den höheren Anforderungen zu stellen.

Zur Zeit stehen diesen Kinder und Jugendlichen drei Bahnen in unterschiedlichen Becken und Zeiten zur Verfügung. Voraussetzung, um in diese Gruppen zu gelangen, ist es allerdings, dass man das Seepferdchenabzeichen besitzt.

Auf Grund der hohen Nachfrage, nicht nur für diese Kinder und Jugendlichen, hat sich eine lange Wartezeit aufgebaut.